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Benedikt Goebel
Planungs-, Bau- und Besitzgeschichte des historischen Berliner Stadtkerns
im 19. und 20. Jahrhundert
(Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin, hrsg. v. Jürgen Wetzel,
Bd. 6)
Verlagshaus Braun 2003
480 Seiten, 209 zum Teil farbige Abbildungen
ISBN 3-935455-31-3
Preis: 98,- EUR
Viele europäische Metropolen erfuhren nach dem Zweiten Weltkrieg eine
radikale Modernisierung. Diesen Prozess und seine lange Vorgeschichte
untersucht die Publikation am Beispiel Alt-Berlins, einer Stadt, die
weltweit als herausragender Ort moderner Architektur und modernen
Städtebaus gilt.
Im Mittelpunkt der detailreichen Studie steht die Frage, warum die
Berliner Stadtplaner beim Wiederaufbau des Stadtzentrums nach 1945 keinen
Wert auf den Erhalt oder die Wiedergewinnung von historischen Straßen,
Plätzen und Baudenkmälern legten. Die Publikation vertritt die These,
dass bereits die lokale Planungstradition zwischen 1845 und 1945 die
Transformation des kriegszerstörten Stadtkerns in ein modernes
Stadtzentrum wünschenswert erscheinen ließ.
Die Darstellung dieser stadtplanerischen Kontinuität relativiert den
städtebaulichen Traditionsbruch der Nachkriegszeit. Er ist das Ergebnis
der in diesem Band detailliert nachgezeichneten vor 1945 betriebenen
radikalen Modernisierung des Berliner Stadtzentrums zwischen Spree und
Stadtbahn: Von den gegenwärtig im Stadtkern vorhandenen Gebäuden stammen
nur noch acht aus der Zeit vor 1845. Zwischen 1845 und 1945 sind weit
über 1000, zwischen 1945 und 1975 hingegen lediglich 77 Gebäude
abgerissen worden.
Die reich bebilderte Publikation stellt die erste Monographie über den
Umbau des historischen Berliner Stadtkerns zum modernen Stadtzentrum dar.
Sie enthält über 300, zum großen Teil bislang unpublizierte Pläne und
Fotos. (Verlagshaus Braun)
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